Projekt Kosovo - Kolping DV Berlin

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Projekt Kosovo

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KOLPING Diözesanverband Berlin
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KOLPING Regionalverband Kosova

Zeit eine Vielzahl von Initiativen gestartet, die innovativ und nachhaltig sind. Die meisten internationalen humanitären Hilfsorganisationen haben inzwischen den Kosovo schon wieder verlassen. Der Kolpingverband hat sich aber weiter etabliert und einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Der Selbsthilfeverband (Kolpingsfamilien) hat in der aktuellen Projektphase eine kleine Infrastruktur aufgebaut, die eine Vielzahl von Maßnahmen ermöglicht haben.
Seit März 2000  ist der Kolping-Regionalverband Kosova mit jetzt 15 Kolpings-familien im UNO-Protektorat Kosova aktiv. Mit SEK-(Sozialer-Entwicklungsdienst-des Kolpingwerk Deutschland) Eigenmitteln wurden schon viele Projekte finanziert.  

Der KOLPING Diözesanverband Berlin hat sich im Jahr 2002 entschieden, in Osteuropa Hilfe zu leisten. Aufgrund von Nachfragen beim Internationalen Kolpingwerk hat sich der DV Berlin für den Kosovo als Projektland entschieden. 
Wir leisten seit dieser Zeit finanzielle Hilfe, aber auch wie im Frühjahr 2005, materielle Hilfe. Im März 2005 haben wir von Berlin aus für rund 100 Kinder des Kosovo Kindergartenmöbel, - Kinderbettwäsche, -Decken, -Besteck und Spielzeug aus geschlossenen Berliner Kindertagesstätten im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gesammelt. Diese Dinge kamen dann mit Hilfe der Bundeswehr (Transport) in zwei Kindereinrichtungen zum Einsatz. Die zwei katholischen Kindergärten in den Dörfern Doblibare und in Gllogjian haben sich sehr über die Einrichtungsgegenstände gefreut. 
Im Jahr 2006 haben wir mit Unterstützung unserer Mitglieder, dem Kolpingverband Kosova und der Tischlerei in der Kolpingsfamilie Stublla einen Kleintransporter finanziert. Dieser Kleintransporter (siehe Bild) steht den dortigen Mitgliedern zur Verfügung, besonders aber der Tischlerei, um Möbel und Gebrauchsgegenstände auszuliefern sowie die in der Werkstatt hergestellten Waren auf den Märkten der Umgebung zum Verkauf anbieten zu können. Dadurch erwirtschaftete Erträge fließen dem Gemeinwohl der örtlichen Kolpingsfamilie zu, um auch hilfsbedürftige Familie zu unterstützen.
Im Jahr 2006 haben wir zum Beispiel bei unseren Reisen festgestellt, dass die Kinder der beiden Kindereinrichtungen kein richtiges Kindergeschirr (Teller, Tassen, Löffel usw.) zur Verfügung haben. Sie haben nur Plastikgeschirr, wie wir sie von Imbissbuden bei uns kennen und müssen damit die Mahlzeiten einnehmen. (siehe Bild) So haben wir Geld gesammelt und diese in den Kosovo geschickt, damit dort das benötigte Kindergeschirr gekauft werden kann.
Ebenfalls fehlte im Jahr 2007 das Geld im Winterhalbjahr dringend benötigte Lebensmittel für den Kindergarten einkaufen zu können.
Der Hilferuf erreichte uns per Post. Unsere Mitglieder haben nach einem Hilfeaufruf spontan Geld gesammelt, das wir dann schnell direkt dorthin überwiesen haben. Ein Dankeschön kam mit Bildern von den Kindern, die mit ihren Namen versehen waren.
Der Vorsitzende des Berliner Kolpingverbandes fährt nach Möglichkeit einmal im Jahr in den Kosovo, um sich bei den Kolpingmitgliedern vor Ort zu informieren, welche Hilfe weiterhin benötigt wird. Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe, dort wo sie am nötigsten gebraucht wird.
Transporte in den Kosovo sind sehr umständlich und teuer. Daher sammeln wir meist Geld und senden dieses, in den meisten Fällen, über das Internationale Kolpingwerk in Köln direkt zu unseren Partnern des Kolpingwerkes Kosova. Dort kann man fast alles kaufen, vorausgesetzt man hat das nötige Geld dazu, nämlich den Euro. Sie lesen richtig, der Kosovo hat die Währung Euro. Leider können sich nur wenige Bürger sich etwas "leisten", da die Wirtschaftskraft oft durch verschiedene Dinge negativ beeinflusst wird. Sich etwas kaufen, ist dort manchmal leichter gesagt als getan. Obwohl es vieles zu kaufen gibt, hat man doch nicht das Geld, um es sich zu kaufen. Die Armutszahlen sind sehr hoch. Besonders hart ist es dort für Familien mit Kindern. Viele Kinder, die z.B. in den beiden Kindergärten betreut und gefördert werden, haben ihre Eltern im Balkankrieg verloren. 
Sie leben dann meist bei ihren Großeltern oder Bekannten und sind u.a. auf unsere Hilfe angewiesen. Beide Kindergärten werden sehr engagiert von Ordensschwestern und jungen Erzieherinnen geleitet.

Bei unseren letzten Besuchen im Kosovo habe ich festgestellt, dass die Kaufkraft und damit auch die Wirtschaft einen kräftigen positiven Schritt nach vorn getan hat. Vieles Neues ist entstanden und ist im Wachsen. Es gibt sehr viele Kinder und Jugendliche, die sich vom jetzigen Aufschwung des Landes etwas Positives erhoffen. Darum suchen wir besonders auch den menschlichen Kontakt mit Ihnen. Durch unsere Besuche entstehen Kontakte, die man nicht durch schriftliche Kommunikationen hervorrufen kann. Von einander lernen ist wichtig.

Dazu hat im Jahr 2009 eine kleine Gruppe von Kolpingjugendlichen mit ein paar älteren Kolpingern unseres Berliner Verbandes den Kosovo zum ersten Mal besucht, um u.a. ein gemeinsames Workcamp dort durchzuführen. Die Begegnung mit den kosovarischen Jugendlichen war für beide Gruppen eine Bereicherung an partnerschaftlichem Verständnis und hat die weitere Zusammenarbeit gestärkt.
Zur Zeit wird von uns die Jugendbildung im Kosovo aktiv unterstützt. Am 6.04.2010 wurde in der südkosovarischen Stadt Prizrin ein neu gebautes Bildungshaus, das neue KOLPINGHAUS eingeweiht. Mit vielen Spenden, besonders von Renovabis, wurde dieses Haus in 2 ½ Jahren errichtet. Mit großer Freude wurde das Haus in Anwesenheit des Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes Msgr. Axel Werner, dem Bürgermeister der Stadt Prizrin, dem Regionalpräses des Kosovo, vielen in- und ausländischen Gästen, sowie unter Beteiligung von Mitgliedern der dortigen 15 Kolpingsfamilien, in einem festlichen Gottesdienst eingeweiht und der Nutzung übergeben. Auch aus unserem Diözesanverband waren unter Leitung des Vorsitzenden, vier Mitglieder in den Kosovo gereist, um unseren Partner zu diesem besonderen Ereignis zu gratulieren und Ihnen unsere Hilfe, in materieller und menschlicher Hinsicht, anzubieten.
Um dieses zu verwirklichen, sammeln wir immer wieder Spenden, damit wird den Menschen, besonders aber den Jugendlichen im Kosovo eine Möglichkeit geben können, weiterhin eine qualifizierte kaufmännische und hauswirtschaftliche Ausbildung zu erhalten. Dies geschieht im Hinblick auf die Zukunft des Kosovo. Die Jugendlichen sollen qualifiziert am wirtschaftlichen Wiederaufbau ihres Landes beteiligt werden. Das ist aber nur möglich, wenn sie eine fundierte und sachgerechte Ausbildung erhalten. Die Ausbildung die sie bei KOLPING KOSOVA erhalten, wird dort von allen staatlichen Stellen anerkannt. Die Nachfrage nach solchen Kolpingseminaren ist sehr groß. Die jetzt, durch den Neubau vorhandenen Räumlichkeiten sind sehr gut für verschiedene Möglichkeiten zu nutzen. Wir konnten uns davon einen ersten Eindruck verschaffen und freuen uns, dass die jungen Menschen dort eine Gelegenheit haben eine gute Ausbildung zu erhalten und Ihr dort gesammeltes Wissen und die Erfahrungen an andere weitergeben können.
Im August 2011 fand zum ersten Mal vom Kolpingwerk Diözesanverband Berlin eine Spendengala zu Gunsten von bedürftigen Familien im Kosovo statt. Auf dieser Spendengala an der rund 60 Mitglieder unseres Verbandes teilnahmen, wurden 1.385 Euro gespendet. Von diesen Spendengeldern wurden im Dezember 2011 von einer kleinen Delegation des Diözesanvorstandes im Kosovo Päckchen mit Lebensmitteln und Kleidungsstücken gekauft, verpackt und zum Weihnachtsfest an bedürftige Familien verteilt.
Wir freuen uns, wenn Sie/Ihr unsere Projektarbeit für die Menschen im Kosovo unterstützen. Unsere Aufmerksamkeit gilt dabei besonders den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, damit sie in der Zukunft eine sach- und fachgerechte Ausbildung erhalten und beim Fortschritt ihres Landes helfen können. Treu nach unserem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe geben".


Herzlichen Dank im voraus im Namen aller Mitglieder des Kolpingverbandes im Kosovo.

Meinrad Stenzel, Vorsitzender des Kolpingwerk Diözesanverband Berlin

Konto Nr. 6000 8000 21 BLZ 370 601 93 bei der Pax Bank Köln


Auf Wunsch können Zuwendungsbescheinigungen ausgestellt werden.

 
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